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Gold

Heute, ein eher ungewöhlicher Artikel für diese Seite. Dennoch einer der mir wichtig erscheint!

Ehrlich gesagt… war ich nie ein Fan von Gold. Diesen beinahe göttlichen Glanz, mit welchem Gold so viele in seinen Bann zieht, habe ich nie verstanden. Weder wollte ich welches besitzen, noch welches handeln.  Das hat Gründe, welche argumentativ leicht zu untermauern sind. Doch darum geht es mir jetzt nicht. Ich denke, Gold bekommt schon sehr bald eine völlig neue Bedeutung.

Vor ein paar Tagen war in diversen Zeitungen zu lesen, dass John Cryan (Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank) Bargeld für ineffizient hält und prognostiziert, dass Bargeld in den nächsten 10  Jahren verschwinden wird.

Nun, dass ein Banker Bargeld als ineffizient bezeichnen möchte, ist nachvollziehbar. Das Bargeld jedoch als Zahlmittel ein Auslaufmodell sein soll, will einem vielleicht nicht sofort einleuchten und klingt eher wie ein Wunschgedanke eines Vollblutkapitalisten. Doch dann las ich einen Artikel des Handelsblatt, worin berichtet wird, dass die SPD dafür plädiere, die 500€ Banknote abzuschaffen. Damit soll die Geldwäsche erschwert werden, so die Argumentation. Man muss nicht der Cleverste sein um nun zu erkennen welcher Trend hier entstehen wird, früher oder später (oder schon entstanden ist?). Denn nach der Argumentation der SPD, gäbe es demnach auch Grund, alle anderen Noten abzuschaffen und letztendlich einzig und alleine auf elektronischen Zahlungsverkehr umzusteigen. So etwas ist natürlich ganz nach dem Geschmack der Politik, 100% transparente Zahlungsströme des deutschen Bürgers, da bekommen unserer Wohlstandsverwalter wahrlich Dollar…ähhh – pardon(!) – Euro-Zeichen in den Augen! Wenn nun Politik und Wirtschaft ähnliche Ziele verfolgen, sollte klar sein wohin sich dieser Trend entwickelt und welche Dynamik er bekommen kann. Somit wären Zahlungen, Aufenthaltsorte und Lebensgewohnheiten, eines jeden, digital verfolgbar. Das ist, je nach dem welches Zahlungsmittel gewählt wird, auch heute schon möglich, jedoch hat man heute zumindest noch die Wahl und trägt somit selbst die Verantwortung dafür, welche persönlichen Informationen preisgegeben werden, und welche nicht. Beispielsweise in Schweden kann man den Trend heute bereits sehr deutlich erkennen. Sie können dort kleinste Beträge, wie etwa einen Kaffee für umgerechnet 2,30€, in einfachen kleinen Cafès mit Kreditkarte bezahlen. Das ist gängige Praxis in Schweden. In Deutschland eher untypisch.

In einem anderen Artikel  des „Capital“, in welchem ein völlig anderes Thema behandelt wurde, nämlich ein Geschäftsmodell von Betrügern die unter falscher Identität Investitionsprojekte vermitteln, welche nicht existieren, wurde berichtet, dass hohe Provisionen häufig in Gold bezahlt werden. Dies sei gängige Praxis, auch in der realen Geschäftswelt. Nun, das war mir neu. Die Gründe sind jedoch nachvollziehbar und ich bin sicher das wird Schule machen. Denn, welcher Mensch kann tatsächlich daran interessiert sein, dass sein gesamter Zahlungsverkehr für jedermann ersichtlich wird?

Für mich steht fest, es entwickelt sich heute schon vieles in Richtung bargeldlose Bezahlung. Und vielleicht nicht schon in 5 oder 10 Jahren, aber sicher in ein paar Jahren danach, wird Bargeld völlig verschwunden sein. Dann wird Gold nicht unbedingt aus spekulativer Sicht, sondern einzig zum Schutze der eigenen Privatsphäre, eine gewaltige Rolle spielen. Davon bin ich überzeugt.

Ach … und noch was … bis zu einem Betrag von 15.000 Euro kann man, ohne Angabe von persönlichen Daten, Gold kaufen. Noch!

Beste Grüße