Dreist… dreister… Goldman!

Trotz allem was wir mit amerikanischen Banken in den letzten 15 Jahren erleben durften, gibt es noch immer erfahrene Trader die etwas auf deren Analysen geben. Das ist so unglaublich naiv!

Eine Bank wie z.B. Goldman, erstellt seine öffentlichen Analysen nicht aus karikativer Motivation heraus. Sie verfolgt beinahe immer eine eigennützige Absicht für sich, oder einen Kunden.

Die US Investment-Häuser sind riesig, genau wie ihre Positionen. Hier wird nicht einfach mal eine Position ins Orderbuch gestellt. Wer mit großen Positionen aus einem Markt heraus, oder in einen Markt hinein will, braucht immer den entsprechenden Gegenspieler auf der anderen Seite des Orderbuchs. Und hierzu werden eben gerne öffentliche Analysen als Mittel zum Zweck verwendet.

Will man also z.B. schnell aus einem Markt heraus, bietet es sich daher an, eine Kaufempfehlung zu veröffentlichen, so können die Verkaufsorders in höheren Menge und kürzerer Zeit durchs Orderbuch geschleust werden, da, logischerweise, für kurze Zeit die Nachfrage aufgrund der Empfehlung steigt. Selbiges funktioniert auch umgekehrt. Will man in einen Markt hinein, wird eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen. Dadurch wird der Einstiegspreis verbilligt und die Position lässt sich schneller aufbauen.

Schon so oft konnte ich bebachtet das zu einem „Zeitpunkt X“ eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen wird, und wenige Wochen später dann bekannt wird, das eben zu jenem „Zeitpunkt X“ die jeweilige Bank ihre Positionen erhöht hat. Was für ein unglaublicher Zufall für jeden Naivling! :o)

Auch solche, natürlich rein zufällig zustande kommenden „Dinger“, werden immer wieder gedreht. Business as usual.

–> http://www.deraktionaer.de/aktie/tesla-aktie–erst-die-kaufempfehlung-von-goldman-sachs–dann-die-kapitalerhoehung—243060.htm